Innerhalb des Bildungswesens hat unsere Einrichtung einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag.

Ziel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kita Löwenherz ist es, dass sich das Kind zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickelt. Hierfür braucht jedes Kind ein positives Selbstkonzept. So kann es neuartige, aber auch schwierige Situationen allein meistern und als Herausforderung statt als Problem betrachten. Unterstützt wird das Selbstkonzept des Kindes durch Körper- und Bewegungserfahrung.

Die Rahmenbedingungen einer psychomotorischen Förderung sind eine freundliche, vertrauensvolle Atmosphäre, Entscheidungsfreiheit (die Erzieher setzen nur Impulse), Wertschätzung, Rituale und gemeinsame Regeln sowie Bewegungsräume, Geräte und Materialien. Die Kinder sollen Zusammenhänge selbst entdecken, durch Erproben und Experimentieren Erfahrungen sammeln und diese zu Erkenntnissen werden lassen.

Sechs Jahrgänge

Von der Krippe bis zur Vorschule.

Jede Stufe hat ihren eigenen Schwerpunkt, abgestimmt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Entwicklungsphase. Das Betreuerteam in der Krippe begleitet die Kinder zwei Jahre, dann wechselt die Gruppe geschlossen in den Elementarbereich.

01
Krippe I

Ankommen & Vertrauen

„Ich bin, was man mir gibt."

Ein Eingewöhnungszentrum, das sich auf den Beziehungsaufbau zu Kindern und Eltern spezialisiert und beiden Zeit und Raum gibt. Wichtig ist das Erlangen eines starken emotionalen Halts, das Ur-Vertrauen nach Erikson.

02
Krippe II

Ich werde autonom

„Ich bin, was ich will."

Der Fokus liegt auf einem positiven Selbstkonzept durch viel Zutrauen und Vertrauen zueinander. Das Kind darf explorieren und seinen Willen durchsetzen, ohne dass der erworbene Schatz des Geborgen-Seins in Gefahr gerät.

03
Krippe III

Sprache & Persönlichkeit

„Ich und die Welt sind eins."

Rollenspiele werden zu wahren Theateraufführungen. Themen wie ich und mein Körper, meine Familie, meine Freunde, mein Stadtteil prägen das Ich. Unsere Krippenkinder profitieren vom Pikler-Bewegungskonzept der autonomen Bewegungsentwicklung.

04
Elementar I

Eigenmotivation

Barfuß. Frei. Selbstbestimmt.

Ab 3,5 Jahren wählen die Kinder eigenständig aus einer Vielzahl von Angeboten nach ihren Neigungen. Wir nutzen das Bewegungskonzept von E. Hengstenberg, um Eigenmotivation und Ausdauer zu stärken.

05
Elementar II

Forschen & Entdecken

Mut für sich und andere.

Wir geben dem Forscher- und Entdeckerdrang freien Lauf. Bewegung und Natur spielen eine große Rolle, ebenso soziale Kompetenz, Eigenständigkeit, Selbstbewusstsein, Toleranz und das Einstehen für sich und andere.

06
Vorschule

Bereit für die Schule

Freiräume, die stark machen.

Bewegung und Natur machen mindestens 50 % der Vorschularbeit aus. In enger Zusammenarbeit mit der Vorschule Rönnkamp und der Frohmeschule stärken wir die Kinder, sich im offenen Konzept der Schule gut zurechtzufinden.

Bewegung nach Hengstenberg

Im Elementarbereich stärken wir die Kinder in ihrer Eigenmotivation und Ausdauer. Die Regeln nach Hengstenberg sind einfach und klar:

  1. Barfuß nutzen.
  2. 60 Minuten nicht einschreiten.
  3. Jedes Kind macht nur, was es möchte und kann.

Pikler-Pädagogik in der Krippe

„An Mamas Hand gehen üben? Besser nicht, denn jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo, und es ist gar nicht sinnvoll, Entwicklungsprozesse beschleunigen zu wollen." Darum lassen wir den Kindern die Zeit, die sie brauchen, und nutzen besonders die Pflege der Kleinen zur ersten Kommunikation und zum Bindungsaufbau.

Emmi Pikler vertrat die Ansicht, dass sich die Persönlichkeit eines Kindes dann am besten entfalten kann, wenn es sich möglichst selbstständig entwickeln darf. Aufgabe der Erwachsenen ist es, dem Kind Geborgenheit in sicheren, stabilen Beziehungen zu vermitteln und seine Umgebung so zu gestalten, dass es entsprechend seinem Entwicklungsstand selbstständig aktiv werden kann.

Drei Aspekte sind dabei besonders wichtig: die Pflege als behutsame Versorgung und Kommunikation, die das Kind nach eigenem Wunsch beteiligt; die Bewegungsentwicklung aus eigenem Antrieb und im eigenen Rhythmus; und das freie, ungestörte Spiel in einer geschützten, altersgemäß ausgestatteten Umgebung.

Jahrgangsbezogen, ungestört und ungebremst

Seit 2008 arbeitet die Kita Löwenherz nach den Konzepten Krippe, Elementar und Vorschule in geschlossenen Gruppen. Wir halten am Konzept der geschlossenen Gruppen fest, um allen ein hohes Maß an Sicherheit zu bieten. Eltern und Kinder haben feste Ansprechpartner. Um wirklich individuell fördern zu können, möchten wir den Kindern Raum und Zeit geben, sich ungestört und ungebremst zu entwickeln.

Deshalb werden in der Kita Löwenherz insgesamt sechs Gruppen betreut, die jeweils aus einem Jahrgang bestehen. So kann das Erzieherteam intensiver auf die individuellen Bedürfnisse eingehen, denn was das einzelne Kind gerade beschäftigt, beschäftigt meist die ganze Gruppe. Jede Gruppe besteht aus höchstens 18 Kindern mit einem Personalschlüssel von 3 bis 4 Betreuern.

Den potenziellen Vorteil der Arbeit mit altershomogenen Gruppen sehen wir begründet in:

  • der Raumgestaltung
  • der Gruppengröße und -konstanz
  • der Gruppenstruktur
  • dem ko-konstruktiven Lernen
  • dem Spiel der Kinder
  • den Bildungsangeboten
  • der Rolle der Fachkräfte
  • der Elternarbeit
  • dem Übergang in die Schule
Platz anfragen

Geben Sie Ihrem Kind Raum zum Wachsen.

Erleben Sie unser pädagogisches Arbeiten persönlich. Wir zeigen Ihnen gerne, wie sich Ihr Kind bei uns entwickeln darf.